Die Geschäftsführung der deanGruppe gehörte zu den Gästen des Neujahrsempfangs 2017 in Berlin, zu dem der BEE (Bundesverband Erneuerbare Energie) am 16. Februar eingeladen hatte. Hier ein Rückblick auf die Veranstaltung:
Nach der Begrüßung durch BEE-Präsident, Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde trat Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries ans Rednerpult. Sie kündigte an, noch in dieser Legislaturperiode ein Mieterstromgesetz zu verabschieden:

„Wir wollen, dass die Mieter am Ausbau der Erneuerbaren Energien beteiligt werden.“ Darüber hinaus versprach sie ein zwar terminlich nicht näher benanntes, aber immerhin „künftiges“ Ende der Förderung fossiler Heizungen. Mit Blick auf das Ziel, einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, und den erst kurz zuvor von der Union gestoppten Kabinettsentwurf des Gebäudeenergiegesetzes zeigte sie Zuversicht, den „Koalitionspartner noch rechtzeitig überzeugen zu können“.
Zypries betonte, EEG und Strommarkt seien aufeinander abgestimmt und „zukunftsfest“. Gewollt sei auch, Erneuerbare Energien zu stärken und „Erneuerbaren Strom im Wärme-, Verkehrs- und Industriesektor einzusetzen, also auch die Sektorenkopplung zu verwirklichen. Bei alldem achten wir darauf, dass die Wettberwerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft erhalten bleibt.“ Das in den vergangenen Monaten häufig vom BMWi vertretene Credo „Efficiency first“ stellte sie Seite an Seite mit den Erneuerbaren Energien „wie eineiige Zwillinge“.
Allzu großer Einmischung aus Brüssel in Detailregelungen erteilte Zypries eine Absage und sprach sich dafür aus, die großen Linien in Brüssel zu belassen und die konkrete Ausgestaltung den Mitgliedsstaaten zu überlasse: „Wenn wir darüber reden, dass wir Demokratiedefizite in Brüssel haben, sollten wir sie nicht vertiefen, sondern sollten uns eher bemühen, sie zu verhindern.“
Vor dem Hintergrund, dass Deutschland seine Klimaschutzziele der nächsten Jahre voraussichtlich mit „Pauken und Trompeten“ verfehlen werde, nahm BEE-Präsident Brickwedde in seiner Rede die anwesenden Politiker in die Pflicht. „Wir erwarten von der Politik, ihre ratifizierten Ziele auch umzusetzen.“ Am Ende des politischen Prozesses sei ein Klimaschutzplan herausgekommen, der – und hier zitiert Brickwedde aus einer Rede des ehemaligen Weltbankchefs und Bundespräsidenten Horst Köhlers – „nicht mehr ehrgeizig, sondern nur noch geizig“ sei.
Aus Sicht des BEE ist das richtige Klimaschutzinstrument eine CO2-Bepreisung im Strom- und Wärmebereich. Dazu hatte der BEE am Tag vor dem Neujahrsempfang konkrete Vorschläge vorgelegt, die auch in der anschließenden Diskussionsrunde überwiegend auf breite Zustimmung stießen.