Für die Herstellung „grünen Wasserstoffs“ aus heimischen erneuerbaren Energiequellen setzt sich der Bundesverband Erneuerbare Energie BEE ein und hat dazu am 2. Oktober ein Positionspapier veröffentlicht. Darin steht unter anderem: „Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken und bis zum Jahr 2050 vollständig treibhausgasneutral zu werden. Um diese Klimaziele einzuhalten, sind sofortige und substanzielle Emissionsminderungen in den Bereichen Strom, Industrie, Verkehr und Wärme notwendig. Das Ziel einer umfassenden Dekarbonisierung aller Sektoren des Energiesystems sollte zuvorderst durch eine direkte Nutzung von Erneuerbaren Energien (EE) angestrebt werden.
Der Einsatz von Wasserstoff und seinen Folgeprodukten ist daher in erster Linie in jenen Anwendungen sinnvoll, in denen eine direkte Nutzung Erneuerbarer Energien nicht oder nur schwer möglich ist. Vor diesem Hintergrund können Wasserstoff und seine Folgeprodukte in klimaneutralen Produktionsprozessen der Stahl- und Chemieindustrie sowie in bestimmten Bereichen des Verkehrssektors, etwa dem Schwerlast- und Fernverkehr sowie dem Luft- und Schiffsverkehr, zum Einsatz kommen. Auch im Wärmesektor können Wasserstoff und seine Folgeprodukte einen Beitrag zur Minderung der Treibhausgasemissionen leisten, etwa bei der klimaneutralen Bereitstellung von Fernwärme.
Eine nachhaltige Klimaschutzwirkung ist jedoch nur mit grünem Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien und seinen Folgeprodukten zu erzielen, da nur hier die Emissionsbelastung minimiert werden kann. Im Rahmen der Produktion von blauem Wasserstoff hingegen entstehen weitaus höhere Treibhausgasemissionen. Grüner Wasserstoff ist daher die klimapolitisch einzig sinnvolle Alternative.
Die Bundesregierung sollte aus diesem Grund ein klares Bekenntnis zum grünen Wasserstoff abgeben und ihre Gestaltungsmacht nutzen, um einem starken „Heimatmarkt“ für ausschließlich grünen Wasserstoff zum Durchbruch zu verhelfen. In diesem Heimatmarkt sollten die Bedarfe vorrangig durch eine inländische Produktion von grünem Wasserstoff sowohl durch große Wind- und Solarparks als auch durch kleine und mittelständische Betreiber
von Erzeugungsanlagen Erneuerbarer Energien gedeckt werden. Zwar wird ein Teil der Nachfrage auch durch importierten Wasserstoff gestillt werden müssen, doch gilt es zunächst alle inländischen Potenziale auszuschöpfen.“
Viel Potenzial, um diese Ziele zu erreichen, hat unsere neue Windenergieanlage in Tüchten bei Oyten, Landkreis Verden. Für diese Anlage vom Typ GE Wind mit 5,3 MegaWatt Nennleistung, die kurz vor der Inbetriebnahme steht, ist die Ertragsprognose ein durchschnittlicher jährlicher Energieertrag von ca. 17 Millionen Kilowattstunden (kWh). Zum Vergleich: Der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch von einem deutschen 4-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus liegt laut Stromspiegel-Statistik bei 4000 Kilowattstunden.
Wir können es kaum erwarten, dass sie sich bald im Wind dreht!
Hier ein Foto von der Baustelle (©deanGruppe)

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